Foto - Technik

Die Wahl einer Kamera

Die Wahl der Kamera ist sehr individuell.

Es ist zu überlegen welche Ansprüche an die Kamera gestellt werden.

- Soll sie eher klein und handlich sein

- wie groß soll der Monitor sein

- soll das Display schwenkbar sein

- welche Anschlüsse soll sie besitzen

- welche Funktionen soll sie haben

- für welche Zwecke werden die fertigen Bilder eingesetzt

- was soll damit fotografiert werden

- sollen Videos hergestellt werden

- brauche ich einen Bildstabilisator

- welche Stromversorgung ist mir wichtig

- welches Speichermedium sollte sie haben

......

 

Wichtig ist hier auf die Güte der verbauten Teile in der Kamera zu achten.

Auf vielen Onlineportalen werden die Kameras von Kunden bewertet oder auch von Profis getestet.

Die Auswahl ist riesengroß, für Jeden ist etwas dabei. Sie haben die Qual der Wahl

 

Die wichtigsten Bauteile einer Kamera sind aber

-der Sensor * (Chip)

-der Bildprozessor *

-das Objektiv *

-der Monitor * oder der Sucher

-wie sind die Bauteile aufeinander abgestimmt

-wie ist die Qualität des fertigen Bildes


Der Sensor (Chip)

Es gibt 2 verschiedene Sensortypen

 

1. den CCD-Chip

er ist in den meisten kompakten Digitalkameras zu finden.

Es gibt unzählige verschiedene Größen.

Er sollte heute nicht kleiner sein als ca. 8,8 mm x 6,6 mm (2/3" Format)

da mittlerweile die Pixelmenge weit über 8 Megapixel hinausreicht.

Je mehr Pixel die Kamera hat, desto größer sollte der Chip sein!

 

2. den CMOS-Chip

dieser ist überwiegend in den digitalen Spiegelreflexkameras zu finden.

Die Technik dieses Chips ist an die analoge Funktionsweise angelehnt.

Die zu erreichende Bildqualität ist höher.

Hier gibt es 3 Größen:

- Der kleinere Chip ist  ca. 23,4 mm x 15,6 mm (APS-C Format) groß,

- der Chip in einer Profi-Vollformatkamera ist ca. 36 mm x 24 mm groß

   (Kleinbildformat, wie das Negativ in der analogen Fotografie),

- der Chip in der "TOP"-Profikamera ist ca. 48 mm x 36 mm (Mittelformat) groß.

 

Das in die Kamera einfallende Licht fällt auf den lichtempfindlichen Sensor (Chip) mit den einzelnen Pixeln, um von dort im Bildprozessor weiterverarbeitet zu werden.

 

Habe ich nun einen relativ kleinen, evtl. minderwertigen Chip, mit immer mehr

"hineingestopften" Pixeln, kann die Bildqualität schlechter werden.

Es gibt immer mehr Bildfehler, anstatt die erwünschte "feine" Bildqualität.

 

Merke! Mehr Pixel, heißt leider nicht immer, bessere Bilder!

 

Wichtiger als Pixelmenge:

- Größe und Güte des Sensorchips (Bildsensor)

- Signalverarbeitung in der Kamera > Weitergabe der Daten an das Speichermedium

- Güte der Objektive


Der Bildprozessor

Hier werden die vom Chip "eingefangenen" Bilddaten (Sensordaten) in mehreren Schritten weiter verarbeitet. Bei den Kameraeigenen RAW-Formaten werden die Daten unbearbeitet zur Speicherung auf das Speichermedium weiter gegeben.

 

Die Verarbeitung richtet sich nach den, vom Fotografen eingestellten Parametern wie Blende, Zeit, ISO, Weißabgleich. Zusätzlich werden hier die Daten automatisch nachgebessert (hoffentlich gebessert).


Der Monitor oder Sucher

Es gibt 3 verschiedene Arten von Suchern

Der elektronische Sucher oder auch Videosucher

dies ist der kleine Monitor auf der Rückseite der Digitalkamera.

Es gibt ihn in verschiedenen Größen und Auflösungen.

Nachteil: bei Sonnenlicht ist der Bildschirm und das abgebildete Bild kaum zu sehen.

 

Der Durchlichtsucher

dieser Sucher ist noch ein alter Bekannter der analogen Kompaktkameras.

Er hat eine eigene Optik. Beim Anvisieren durch das Sucherfenster in der Kamera sieht man nur ein ähnliches Abbild des gewünschten Fotos.

Auch bei Sonnenlicht muss ich nicht blind fotografieren.

Günstig ist, wenn eine Digitale Kamera einen Elektronischen- und einen Durchlichtsucher besitzen.

 

Der Spiegelreflexsucher

Hier muss der Fotograf, wie beim Durchlichtsucher, durch ein Fensterchen in der Kamera das Bild aussuchen.

Das Bild ist über eine Spiegeloptik fast 1:1 zu sehen.

 

Einige Spiegelreflexkameras haben inzwischen auch einen Monitorsucher.

Der Live View Modus. Das Bild wird mit etwas Verzögerung elektronisch auf dem Monitor angezeigt.

 

Bei allen Arten von Suchern gibt es wichtige Faktoren:

1. Das Sucherbild sollte so gut wie möglich mit dem tatsächlichen Bild übereinstimmen.

2. Das Sucherbild sollte gut erkennbar sein, also auch Farben, Schärfe, Helligkeit...

3. Der Stromverbrauch sollte relativ gering sein.


Bildstabilisator

In vielen Kameras und auch Objektiven sind mittlerweile Bildstabilisatoren eingebaut. Leichte "Wackler", beim Freihandfotografieren, werden ausgeglichen und es können, bei auch längerer Belichtungszeit noch "verwacklungsfreie" Fotos gemacht werden.


Schwenkbarer Display

Vorteile von einem schwenkbaren Display sind

- es kann in ungünstigen Lichtverhältnissen fotografiert werden

- es kann aus ungünstigen Blickwinkeln fotografiert werden

- es können Selbstportraits gemacht werden


Stromversorgung

Die Stromversorgung der Kamera sollte kostengünstig und effektiv sein.

Herkömmliche Batterien sind ungeeignet für eine gute Wahl.

Eine gute Stromversorgung ist mit auswechselbaren Akkus und einer Extra-Ladestation gegeben.

Hier habe ich die Möglichkeit zusätzliche Ersatzakkus zu erwerben und für längere Fotosessions dabei zu haben.


Speichermedium

Das Speichermedium in der Kamera, sollte ein schnelles Wechselspeichermedium sein.

Hier gibt es verschiedene Speicherkapazitäten. Qualitativ höhere Speicherkarten machen sich hier bezahlt.


Bilddateiformate und Nachbearbeitung

Die Vorteile der digitalen Fotos sind, dass sie mit Fotobearbeitungsprogrammen nachbearbeitet werden können. Es können nicht nur spezielle Effekte, wie zum Beispiel s/w und Sepia erzielt werden, die Bilder können auch qualitativ verbessert werden und in verschiedene Formate umformatiert werden, je nachdem wofür sie eingesetzt werden sollen.

 

Ich möchte hier einige Formate und ihre Bedeutung vorstellen.

 

JPEG das universelle Format. Es ist international und universell einsetzbar.

Die Bilder werden in diesem Format (meist schon in der Digitalkamera) komprimiert, sie werden verkleinert. Es gibt Pixel- und Zeichnungsverluste. Diese sind für den "normalen" Betrachter nicht erkennbar. Für Qualitativ hochwertige Bilder sollte man aber andere Dateiformate wählen.

 

TIFF ist auch ein weit verbreitetes Format.

Zur Bildspeicherung ein gutes Format.

Hier werden die Bilder aber ohne Komprimierung (Verlust) gespeichert.

Für die Internetnutzung ist das TIFF Format aber nicht geeignet, da TIFF nicht von den Browsern gelesen werden kann.

 

GIF hingegen von TIFF ist ideal für das Internet geeignet

Bilder werden hier stark aber verlustfrei komprimiert.

Dieses Format wir auch für Banner, Logos und kleine Animationen benutzt.

 

RAW dieses Format wird von professionellen Kameras angeboten.

Nur wenige Programme können diese Formate lesen. Jeder Kamerahersteller hat ein eigenes RAW Format. Die Bilddateien sind unverfälscht, unkomprimiert und im vollen Umfang vorhanden.

Die volle Bearbeitungspalette steht noch offen. Die Dateien sind aber extrem groß.

 

PDF Bild- und Textfelder können zu einem ganzen Dokument gespeichert werden.

 

PSD ist das Photoshop eigene Bildformat

Es kann von nur wenigen Programmen gelesen werden.

Einige Bildbearbeitungsschritte durch Photoshop sind noch vorhanden und können bei Bedarf geändert werden. Das Bild kann weiter bearbeitet werden.